Es war angerichtet im FuXXbau, ein Spiel, auf dass sich die ganze Mannschaft die Woche über gefreut hatte. Die SG H2Ku Herrenberg gastierte am gestrigen Abend in Berlin und damit einer der zwei engsten Verfolger der SPREEFÜXXE. Gerade mal einen Punkt trennten die Teams vor Spielbeginn in der Tabelle.

Die SPREEFÜXXE legten zu Beginn los wie die Feuerwehr, zwar dauerte es zwei Minuten, bis der erste Treffer fiel, doch war dies der Anfang, einer fulminanten Leistung der Gastgeber. Den Grundstein legte die gute Abwehr, mit einer starken Torhüterin Sofie Svarrer Hansen.

Nach sieben Minuten war Herrenberg, beim Spielstand von 4:0 für die SPREEFÜXXE, bereits gezwungen die erste Auszeit des Spiels zu nehmen. Trainer Mike Leibssle gefiel augenscheinlich garnicht was er sah, so dauerte es bis zur neunten Minute, bis der erste Treffer der Gäste zum 5:1 erzielt werden konnte.

Die SPREEFÜXXE waren zu diesem Zeitpunkt Herr der Lage, doch verlor man innerhalb der ersten Halbzeit etwas den Rhythmus, so dass die Gäste sich Tor für Tor heranarbeiteten. Nach 20 gespielten Minuten, mussten die SPREEFÜXXE den Ausgleich zum 8:8 hinnehmen und Susann Müller war ihrerseits zur Auszeit gezwungen.

Diese sorgte dafür, dass man sich bis zur Pause einen Vorsprung von vier Toren herausarbeiten konnte, Tina Wagenlader erzielte mit dem Pausenpfiff die vier Tore Führung zum 14:10.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste, denn die SPREEFÜXXE kamen mit einem ungeheuerem Tempo aus der Kabine und zogen den Gästen direkt den Zahn. Mit einem 3:0 Lauf erhöhte man auf 17:10. Vor allem Kapitänin Vesna Tolic war mit ihren starken Würfen aus dem Rückraum erfolgreich. Insgesamt sechs Treffer steuerte sie gestern Abend bei.

Herrenberg versuchte durch die Umstellung der Abwehr nochmals heranzukommen, doch die SPREEFÜXXE ließen sich nicht beirren und stellten bereits nach 39 Minuten auf 22:12 und damit einer zehn Tore Führung.

Zu diesem Zeitpunkt hatte man das Gefühl, das trotz der noch 20 zu spielenden Minuten, eine Vorentscheidung im FuXXbau gefallen war. Zu stark waren die Gastgeber an diesem Abend. Zwar arbeitete sich Herrenberg bis zur 52. Minute auf 27:21 heran, doch das Spiel wurde nicht mehr knapp. Am Ende stand ein 32:22 und ein auch in der Höhe verdienter Sieg zur Buche.

Mit dem Abpfiff brachen die Berlinerinnen dann in Jubelstürme aus, was zeigte, wie ernst sie dieses Spiel und den Gegner genommen hatten. Die gesamte Anspannung viel ab und man feierte diese zwei wichtigen Punkte, im Kampf um die Tabellenspitze.

Erfolgreichste Schützin des Spiels war Leona Svirakova mit zehn Treffern, davon sechs vom 7 Meter Punkt.

In der kommenden Woche steht dann das nächste Topspiel an, dann reist die Müller-Truppe zum BSV Sachsen Zwickau.

Fotos: Alter Keeper