Nach anfänglichen Schwierigkeiten, wo der HSV Solingen-Gräfrath den aufgeweckteren Eindruck machte, fanden die SPREEFÜXXE nach und nach zu ihrem Spiel. Zwar scheiterten die Berlinerinnen zweimal freistehend an Torhüterin Natascha Kruckemeier, doch Tina Wagenlader erzielte die erste Führung für die SPREEFÜXXE nach neun Minuten (5:4). Jedoch konnte sich die Mannschaft von Trainerin Susann Müller nicht wirklich absetzen. Im Angriff wirkte es über lange Strecken dann doch ideenlos, so dass die Trainerin nach 23 Minuten gezwungen war, die erste Auszeit zu nehmen. Zu einfach wurden die Bälle vorne weggeworfen, so dass Solingen sich zu diesem Zeitpunkt auf drei Tore absetzen konnte (9:12). Danach erzielte Anais Gouveia drei Minuten vor der Pause den 13:14 Anschlusstreffer, doch Melina Fabisch sorgte im Gegenzug für den 13:15 Halbzeitstand.

Die SPREEFÜXXE kamen hellwach aus der Kabine, so dass der Vorsprung der Gastgeber schnell aufgebraucht war und man durch einen 4:0 Lauf nach 34 Minuten mit 17:15 in Führung gehen konnte. Doch Solingen ließ sich nicht abschütteln und erzielte durch die stark spielende Mandy Reinarz wiederum den Ausgleich zum 20:20 nach 43 Minuten.

Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt komplett ausgeglichen und keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen und so stand es nach 52 gespielten Minuten 24:24 Unentschieden und Susann Müller nahm ihre erste Auszeit in der zweiten Halbzeit.

Simona Kolosove hatte die Chance die SPREEFÜXXE wiederum in Führung zu bringen, doch scheiterte an der Torhüterin. Wenig später machte sie es dann besser und sorgte mit einem gekonnten Durchbruch für die 26:25 Führung nach 55 Minuten. Hinten in der Abwehr stand man nun felsenfest und so besorgte Leona Svirakova die 27:25 Führung, bei noch zwei zu spielenden Minuten. Im Angriff unterlief Mandy Reinarz dann ein technischer Fehler und die an diesem Abend gut aufgelegte Anais Gouveia machte mit ihrem fünften Treffer den Deckel drauf. Am Ende zeigte die Anzeigetafel einen 28:26 Auswärtssieg.

So jubelte an diesem Abend wieder die Mannschaft der SPREEFÜXXE, die alles in die Waagschale werfen musste, um dem starken Solinger Team die erste Heimniederlage zu bescheren. Beste Torschützin des Spiels war Vesna Tolic, die von ihren zwölf Würfen, neun im Tor unterbrachte. Die beste Schützin der 2. Bundesliga, Vanessa Brandt, hatten die SPREEFÜXXE über das ganze Spiel hinweg im Griff, so dass sie nur zwei Treffer beisteuern konnte.

Mit dem Sieg gegen Solingen sammeln die SPREEFÜXXE zwei weitere wichtige Punkte, beim Rennen um die Tabellenspitze, die sie auch nach diesem Wochenende mit 21:01 Punkten behaupten werden.

In der kommenden Woche steht dann das direkte Aufeinandertreffen mit der SG H2Ku Herrenberg auf dem Programm, die mit erst zwei Minuspunkten, der erste Verfolger der SPREEFÜXXE sind.

Fotos: HSV Solingen Gräfrath