Das erste Geisterspiel im heimischen FuXXbau ist Geschichte, die SPREEFÜXXE konnten am vergangenen Wochenende das Schlusslicht aus Bremen mit 30:19 bezwingen.  Nicht das die SPREEFÜXXE schon vor dem Spiel auf drei Leistungsträgerinnen verzichten mussten, wuchs das Lazarett der Berliner auf fünf Spieler an. Mannschaftskapitänin Vesna Tolic musste in der ersten Halbzeit und Anna Ansorge kurz vor Spielende verletzt vom Feld. Damit stellt sich die Mannschaf in den letzten beiden Spielen im Jahr 2020 quasi von allein auf.

Die Gäste aus Freiburg sind im Jahr 2019 in die 2. Bundesliga aufgestiegen und lagen zum Zeitpunkt des Abbruchs der letzten Saison mit 10:34 Punkten auf dem vorletzten Platz der Tabelle.

In der laufenden Saison konnte die Mannschaft von Trainer Ralf Wiggenhauser bisher einen Sieg einfahren. Der HC Rödertal wurde auswärts mit 29:19 deutlich geschlagen und ein weiterer Punkt beim Unentschieden in Harrislee geholt. Deutlich geschlagen geben, musste man sich gegen die Topteams aus Herrenberg (21:30) und Zwickau (13:21). Dadurch liegt man aktuell auf dem zwölften Tabellenplatz in der 2. Bundesliga.

Personell hat sich im Kader der Breisgauerinnen nicht so viel verändert. Auf Linksaußen schmerzt sicherlich der Abgang von Alica Burgert, die aus beruflichen Gründen zum unterklassigen TuS Ottenheim wechselte. Abgesehen davon, ist der Kern der Mannschaft zusammengeblieben und wurde in der Breite mit Spielerinnen aus der Umgebung verstärkt. So verstärkt Svenja Wunsch (SG Kappelwindeck/Steinbach) die HSG im Tor und Hannah Person (SV Allensbach), Anna Bretz (HSG Rodgau Nieder-Roden) und Kim Schmitt (TuS Steißlingen) auf Linksaußen. Der Wechsel von Natacha Buhl, die von Odense Haandbold gekommen war, hat sich inzwischen als Missverständnis herausgestellt, sie wechselte vergangene Woche zum VfL Oldenburg.

Freiburg ist eine unangenehm zu bespielende Mannschaft, die vor allem durch ihr starkes Kollektiv glänzen kann. Die erfolgreichsten Torschützinnen des Teams sind Kreisläuferin Carolin Spinner (31/12 Tore) und Rückraumspielerin Nadine Czok (29/13 Tore).

In den letzten beiden Spielen dieses Kalenderjahrs, wo die SPREEFÜXXE auf dem Papier der Favorit sind, wird es darum gehen, die Kräfte zu bündeln und ohne weiteren Aderlass in die Winterpause zu gehen.

Da auch das letzte Heimspiel im Jahr 2020 ohne Zuschauer stattfinden muss, wird die Begegnung wieder bei Sportdeutschland.TV zu sehen sein.

 

Foto: HSG Freiburg