Den SPREEFÜXXEN war anzumerken, dass sie im Vergleich zum vergangenen Wochenende, wieder an die zuvor gezeigten Leistungen anzuknüpfen wollte. Die Abwehr stand von der ersten Minute an felsenfest und im Angriff war nichts von der Abschlussschwäche des vergangenen Spiels zu sehen. Bereits nach neun Minuten war SG Coach Gernot Weiss beim Stand von 6:1 für die SPREEFÜXXE zum ersten Time out gezwungen.

Dies verhalf seiner Mannschaft zu mehr Stabilität, so dass man immer besser ins Spiel kam. Susann Müller nahm nach 18 Minuten ihr erstes Time out. Kirchhof war zu diesem Zeitpunkt auf 9:6 heran gekommen. Doch Berlin blieb konzentriert und so verwandelte Leona Svirakova einen Strafwurf zum 13:7 nach 26 Minuten. Nach der zweiten, strittigen Zwei Minuten Strafe gegen Fabienne Kunde, mussten die SPREEFÜXXE die letzten beiden Minuten der ersten Hälfte in Unterzahl zu Ende bringen. Kirchhof nutzte das Überzahlspiel und verkürzte auf 14:10 nach 30 gespielten Minuten.

Der Beginn der zweiten Halbzeit gestaltete sich offen. Die SG agierte jetzt mit zwei Kreisläuferinnen, was die SPREEFÜXXE zunächst vor Probleme stellte. Mariel Beugels verkürzte auf drei Tore Rückstand nach 34 Minuten, doch Simona Kolosove erhöhte zur erneuten vier Tore Führung. In der darauf folgenden Zeit konnte sich keine Mannschaft so recht absetzen. Die Führung der SPREEFÜXXE schwanke immer zwischen drei und fünf Toren.

In den letzten zehn Minuten zeigten die SPREEFÜXXE dann ihre ganze Klasse. In der Abwehr wurde wieder Beton angerührt und im Angriff konnte Bo Dekker in der 54. Minute die erste sechs Tore Führung erzielen. Diese Führung gaben die Berlinerinnen bis zum Ende nicht mehr ab, zwar verkürzte Kirchhof nochmal auf vier Tore, doch näher kamen sie nicht mehr heran. Die SPREEFÜXXE behielten die Oberhand und siegten Schlussendlich mit 28:24.

Durch den Auswärtssieg in Kirchhof und der gleichzeitigen Niederlage von Herrenberg, übernehmen die SPREEFÜXXE wieder die Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Am kommenden Wochenende steht für die Mannschaft von Trainerin Susann Müller gleich das nächste Auswärtsspiel beim HC Leipzig an.

Fotos: SG 09 Kirchhof/ DirkKrugPhotography