Sie befinden sich hier

11.04.2017 19:38

Spreefüxxe gewinnen Spitzenspiel in Fritzlar

Es war die erwartete schwere Aufwärtsaufgabe für die Spreefüxxe kurz vor dem Saisonende. Dabei konnten die Gastgeberinnen lange Zeit Paroli bieten, am Ende gewannen die Berlinerinnen verdient mit 23:16.

Bildquelle: SpreefüXXe Berlin

Die zahlreich mitgereisten Fans aus der Hauptstadt sahen einen schwachen Start der Spreefüxxe. Vielleicht war es der sehr späten Ankunft in Fritzlar geschuldet, dass die Spielerinnen noch nicht wach genug schienen. Die Hausherrinnen hingegen waren von Beginn an mit viel Willen und Tempo in die Partie gestartet. Zwar konnten Sophie Mrozinski und Bianca Trumpf die ersten beiden Tore für die Berlinerinnen einnetzen, doch dann dauerte es unglaubliche 15 Minuten bis die Spreefüxxe ihren dritten Treffer erzielten. Viel zu früh nahmen sich die Berliner Angriffsspielerinnen den Wurf und zu oft scheiterte man frei an der Germania Torfrau Vanessa Maier. Deren Truppe hatte in der Zwischenzeit sieben Mal getroffen und eine 5-Tore-Führung herausgespielt. Trainer Christian Schücke nahm daraufhin die Auszeit und brachte Sabrina Neuendorf und Anna Eber in die Partie. Zudem kam Julia Plöger für die bis dato unglücklich agierende Natascha Faßold. Die Abwehr der Spreefüxxe stand nun kompakter und man konnte den Spielaufbau der Fritzlarerinnen früh stören. Obwohl immer noch zu viele Bälle einfach weggeworfen wurden, schafften es die Berlinerinnen trotzdem sich Schritt für Schritt heran zu kämpfen. Nun waren es die Hausherrinnen die 14 Spielminuten keinen Treffer erzielen konnten. Die stark aufgelegte Alexandra Sviridenko konnte mit einem Doppelpack zunächst auf 7:7 ausgleichen und in der 28. Spielminute beim 8:7 nach langer Zeit zur Führung erhöhen. Mit 10:8 aus Sicht der Gäste ging es in die Kabine.

Die zweite Halbzeit entwickelte sich zu einer spannenden Angelegenheit. Zwar blieben die Spreefüxxe in Führung, Fritzlar ließ aber nicht locker und blieb immer auf Tuchfühlung. Das Spiel war kampfbetont und jede Zeitstrafe konnte nun entscheidend werden. Vor allem im Tempospiel schlichen sich bei den Spreefüxxen viele Passfehler ein und nach wie vor wurden zu viele Hundertprozentchancen vergeben. Beim 14:14 in der 43. Spielminute war die Partie komplett offen. Doch dann nahmen sich die erfahrenen Spielerinnen ein Herz. Julia Plöger fand nach und nach besser in die Partie und konnte viele Bälle entschärfen. Im Angriff war es immer wieder Alexandra Sviridenko, die sich die Verantwortung nahm und zum 15:14 erhöhte. Ein Doppelpack von Anna Eber brachte die Gäste wieder auf drei Tore vor und Fritzlars Trainerin rief ihr Team zur Auszeit. Anschließend mussten die Berlinerinnen gleich zwei Zeitstrafen in kauf nehmen und Fritzlar kam auf 16:17 wieder heran. Doch der Rückraum der Spreefüxxe war gewillt das Spiel nach Hause zu bringen und so brachten jeweils zwei Treffer von Anna Blödorn und Alexandra Sviridenko zum 16:21 den Sieg für die Spreefüxxe in trockne Tücher. Am Ende stand ein klarer 17:23-Erfolg zu Buche, der zum Verlauf der Partie etwas zu hoch ausgefallen war. Das Team von Vicky Marquardt konnte auch diesmal ihre starken Leistungen in der Rückrunde bestätigen, die mit nur acht Feldspielerinnen lange Zeit gegenhalten konnten und die Berlinerinnen wie kaum ein anderes Team forderten.

Den Spreefüxxe fehlt nun noch ein Punkt zum Gewinn der Meisterschaft. Der soll im nächsten Heimspiel gegen die Reserve vom HC Leipzig eingefahren werfen. Anwurf der Partie in der Sporthalle Charlottenburg ist am Samstag, den 22. April um 19:30 Uhr.

Spreefüxxe Berlin
Faßold, Plöger; Maj, Neuendorf (1), Krakat, Kunde, Kobien, Jander, Eber (5), Blödorn (7/1), Dähne (1), Sviridenko (7), Trumpf (1), Mrozinski (1).
Verwarnungen: Krakat, Eber, Blödorn.
Zeitstrafen: Trumpf, Sviridenko (2).

Germania Fritzlar
Maier, Gürbig; Dietrich (3), Holeczy, Huck, Fischer, Ahrend (1),Puntschuh, Lorenz (5/5), Horn (5), Kerwin, Meyfarth (2), Dreyer (1).
Verwarnungen: Fischer, Horn, Meyfahrt
Zeitstrafen: Dietrich, Fischer, Puntschuh, Horn.

Kontextspalte