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06.10.2014 10:06

Laura Steinbach kommt

Die Füchse Frauen Berlin haben wieder einmal für eine absolute Überraschung gesorgt. Mit der Verpflichtung von Rückraumspielerin Laura Steinbach kommt eine weitere Akteurin mit internationalem Format.

Laura Steinach, die neue #28 | Quelle: SpreefüXXe/ Weise

Olympische Spiele 2008, Frauenhandball-Weltmeisterschaft 2009 und 2013, EM-Vierte 2008 und deutsche Pokalsiegerin 2010. Die Liste der Erfolge von Laura Steinbach ist beachtlich lang.

Die 29-jährige Rechtshänderin gehört zum Stammaufgebot der Deutschen Frauenhandball-Nationalmannschaft und in Zukunft auch zum Kader der Füchse Frauen Berlin.

„Das ist mehr als nur ein Coup. Das ist unfassbar gut!“, freut sich Managerin Britta Lorenz, die es erneut geschafft hat, eine absolute Topspielerin an die Spree zu locken.
Die Rechtshänderin spielte seit Juli 2013 bei Ferencváros Budapest, wurde dort jedoch nie richtig heimisch. Im linken Berliner Rückraum soll nun der Neustart für Steinbach in der Bundesliga gelingen.

„Ich bin total begeistert von der Stadt und dem Verein. Hinzu kommt mit Lars Melzer ein junger und super engagierter Trainer und natürlich auch eine wirklich gute Mannschaft.“, freut sich die neue Nummer 28 auf die „SpreefüXXe“.
Dass Steinbach bei den Füchsen in Zukunft auf Torejagd gehen wird, freut Managerin Lorenz besonders: „Sie hätte bei jedem Team in Europa anheuern können. Dass sie zu uns kommt und von unserem Projekt so überzeugt ist macht uns nicht nur glücklich und stolz, sondern zeigt was Berlin für eine klasse Stadt ist und dass wir hier im Verein den richtigen Weg gehen.“
Dass es Abstriche im Gegensatz zum Vollprofi-Leben in Budapest geben wird, ist für die studierte Lebensmitteltechnikerin kein Problem. Für die Ziele gibt sich der neue „Star-Transfer“ dennoch zurückhaltend.
„Ich hoffe, dass ich der Mannschaft helfen kann und was dann am Ende herauskommt, das werden wir sehen. Ich will niemandem dem Platz weg nehmen, es wird ein fairer Konkurrenzkampf und jeder wird seine Leistung bringen müssen, um zu spielen.“, so Steinbach.

Doch nicht nur sportlich kann sich die 29-jährige Torjägerin auf die Hauptstadt freuen. Mit Natalie Augsburg spielt eine ihrer besten Freundinnen bereits in Berlin, auch mit Christine Beier versteht sich Steinbach dank zahlreicher Länderspiele sehr gut. Dass mit Iker Romero ihr Partner ebenfalls in der Stadt bei den Füchsen aktiv ist, ist ein zusätzlicher Bonus und macht den Wechsel perfekt.

„Eine Spielerin wie Laura zu bekommen ist ein Geschenk für einen Trainer.“, freut sich auch Lars Melzer auf seinen neuen Schützling.
„Wenn eine solch international erfahrene Spielerin sich einer jungen Truppe wie der unseren anschließt, können wir uns glücklich schätzen. Sie ist eine sehr gefährliche Torschützin, spielt zudem sehr elegant und wird uns weiterhelfen.“

"Wir sind noch variabler im Rückraum und Lars wird jetzt Laura so schnell wie möglich integrieren. Gleichzeitig gilt es unsere anderen Spielerinnen weiter zu entwickeln, damit wir als Team gut aufgestellt sind. Ich bin zuversichtlich, dass ihm das gut gelingt." so Managerin Lorenz.

Steinbach gab ihr Debüt in der 2. Frauenhandball-Bundesliga beim TUS Metzingen bereits im Alter von 16 Jahren. Bevor sie 2013 nach Budapest wechselte, spielte sie bei DJK/MJC Trier und Bayer 04 Leverkusen, mit denen sie auch 2010 den DHB-Pokal gewinnen konnte.
Die Tochter des ehemaligen Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees (heute DOSB) Klaus Steinbach gehört seit 2006 zum Kader der deutschen Nationalmannschaft und hat bisher 105 Spiele (216 Tore) bestritten.
Bei den „SpreefüXXen“ wird Steinbach das Trikot mit der Nummer 28 tragen. Finanziert wird dieser Transfer durch neu und eigens dafür akquirierte Sponsorengelder.

Nach der Bekanntgabe der Verpflichtung auf der ersten Pressekonferenz der Füchse Frauen Berlin reist Steinbach für eine Woche zur Nationalmannschaft.

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