Als am gestrigen Abend die SPREEFÜXXE gegen den TuS Lintfort antraten, sah der erste Angriff gewohnt gut aus, Auslöshandlung und Vesna Tolic netzte sehenswert in den Winkel ein. Doch dann entwickelte sich ein zähes Spiel mit vielen Fehlern. Der sonst so treffsichere Angriff der SPREEFÜXXE lahmte und man leistete sich viele Fehlwürfe. Nach 16 gespielten Minuten traf Lisa Kunert per 7-Meter für die Gäste zum 6:8.

Susann Müller hatte zu diesem Zeitpunkt bereits genug gesehen und nahm die erste Auszeit, um ihr Team umzustellen. Dies schien auch zunächst zu klappen, ein 3:0 Lauf der SPREEFÜXXE stellte die erste Führung, seit der ersten Spielminute, wieder her. Lynn Molenaar erzielte in der 22 Minute dem Treffer zum 9:8. Wer nun dachte, die SPREEFÜXXE können davon ziehen, der täuschte sich. Bis zur Halbzeit konnte kein eigener Treffer mehr erzielt werden. Entweder scheiterte man an Torhüterin Laura Graef im Tor der Lintforter oder am eigenen Unvermögen und so ging man mit einem 9:10 in die Pause.

Die zweite Halbzeit knüpfte nahtlos an das Ende der ersten an. Was auch immer man sich für den zweiten Durchgang vornahm, es wurde nicht umgesetzt oder zeigte keine Wirkung. Vorne warf man eine Fahrkarte nach der anderen, so dass der Rückstand auf 9:13 nach 34 Minuten anwuchs. Wieder nahm Susann Müller die Auszeit, doch es dauerte bis zur 38 Minute, bis Bo Dekker die torlose Zeit von 16 Minuten beendete und zum 10:13 einnetzte.

Es folgte eine Schrecksekunde im FuXXbau, denn Lynn Molenaar verletzte sich im Eins gegen Eins und musste ausgewechselt werden. Susann Müller war nun zur Umstellung im Rückraum gezwungen.

Zu diesem Zeitpunkt schien es so, als wären die SPREEFÜXXE aufgewacht und so kämpfte man sich Tor für Tor heran, ehe Vesna Tolic in der 51 Minute zum 17:17 Ausgleich traf. Spätestens jetzt war es Drama pur im FuXXbau und nichts für schwache Nerven. Kurz darauf erzielte Simona Kolosove die Führung für die SPREEFÜXXE. Daraufhin ging es hin und her, keine Mannschaft konnte auf zwei Tore davon ziehen. Leona Svirakova hatte in der 59 Minute starke Nerven und erzielte ihren 4 Treffer vom 7 Meter Punkt.
Im folgenden Angriff hielt Sofie Svarrer Hansen einen freistehenden Ball der Gäste und so hatte man 30 Sekunden vor dem Ende, bei eigenem Ballbesitz, die Chance auf den Siegtreffer. So war es wieder Leona Svirakova, die von Außen einlief, den Ball bekam und zum Torwurf ansetzte. Dabei bekam sie einen seitlichen Kontakt durch die Abwehrspielerin, doch für die Schiedsrichter war dies zu wenig, um auf Strafwurf zu entscheiden und so endete die Begegnung mit einem 22:22 Unentschieden im FuXXbau.

Dabei fällt dem Pressefuchs der nächste passende Titel ein: „Mit einem blauen Auge davon gekommen“. Wer sich so viele eigene Fehler im Angriff leistet, wird es schwer haben, in der 2. Bundesliga siegreich vom Feld zu gehen. Das die gezeigte Leistung nicht zu den Ansprüchen der SPREEFÜXXE passt, wusste gestern Abend jeder und so gilt es nun in der kommenden Trainingswoche, die Geschehnisse aufzuarbeiten und sich auf die eigenen Stärken, aus den ersten Begegnungen zu besinnen.
Am kommenden Wochenende wartet das nächste Auswärtsspiel auf die SPREEFÜXXE, dann trifft man auf die SG 09 Kirchhof.

Fotos: Alter Keeper