Nach den bisher drei deutlichen Siegen in diese Saison, stand am vergangenen Samstag für die Mannschaft von Trainerin Susann Müller das nächste Auswärtsspiel beim HC Rödertal auf dem Plan. Die Mannschaft aus Sachsen war mit nur einem Sieg aus drei Spielen durchwachsen in die Saison gestartet.

Die SPREEFÜXXE kamen gut ins Spiel und erzielten durch einen verwandelten Strafwurf von Bo Dekker, dass erste Tor des Abends. Ein ebenfalls verwandelter Strafwurf von Rödertals Toptorschützin Rabea Pollakowski sorgte im Gegenzug für den Ausgleich. Doch Rödertal kam nicht so recht ins Spiel und so erzielte Fabienne Kunde bereits in der fünften Spielminute die 5:1 Führung.

Rödertals Trainer Karsten Schneider nahm prompt die frühe Auszeit, welche auch Wirkung zeigte. Seine Mannschaft kämpfte sich wieder heran und verkürzte durch einen 3:0 Lauf auf 5:4 nach neun gespielten Minuten.  In den nächsten Minuten konnte sich keine der beiden Mannschaften so wirklich absetzen, die SPREEFÜXXE legten in der Regel vor, doch Rödertal konnte Schritt halten.

Trainerin Susann Müller nahm nach 15 Minuten ihre erste Auszeit im Spiel und so zogen die SPREEFÜXXE danach Tor für Tor davon. Kurz vor der Pause erhöhte Anais Gouveia auf 16:9 und damit auch der höchsten Führung der ersten Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnten die SPREEFÜXXE die Führung konstant halten. Bo Dekker erzielte per Gegenstoß sogar die acht Tore Führung zum 21:13 nach 35 gespielten Minuten.

Was dann passierte, sorgte für großen Unmut auf Seiten der SPREEFÜXXE. Ein angeblich in der 37. Minute erzieltes Tor von Bo Dekker, erzielte in Wahrheit Simona Kolosove, doch das war nicht das problematische. Das eigentlich erzielte Tor von Bo Dekker zum 23:15 wurde vom Kampfgericht schlichtweg vergessen. Doch das war noch nicht alles, kurz bevor die SPREEFÜXXE bei Spielzeit 38:13 ein Time-Out genommen haben, wurde Rabea Pollakowski ein Tor zugeschrieben, welches es einfach nicht gab. Anstatt 23:16 stand es nun 22:17 und so wurde aus der eigentlichen sieben Tore Führung eine fünf Tore Führung. Dies ist durch Sichten des Videomaterials nachweisbar und nicht von der Hand zu weisen. Ein Hinweis durch die Mannschaftsverantwortliche der SPREEFÜXXE an das Kampfgericht während des Spiels, wurde zurückgewiesen.

„Eine solche Benachteiligung ob bewusst oder unbewusst ist mir in 11 Jahren noch nie passiert. Schön ist, dass sich das auf dem Video lückenlos nachweisen lässt. Man sollte in der 2. Liga davon ausgehen können, dass einem Kampfgericht solch ein Fehler nicht unterläuft.“, so Managerin Britta Lorenz. Eine Korrektur des Spielstandes wird es dennoch nicht geben, da direkt nach dem Spiel ein Einspruch hätte angekündigt werden müssen.

Die Führung der SPREEFÜXXE betrug also nur noch fünf Tore und so kämpfte sich Rödertal Tor um Tor heran. Ein Doppelpack von Anna Frankova verkürzte bei noch fünf zu spielenden Minuten auf 27:25. Das Spiel stand zu diesem Zeitpunkt auf der Kippe, doch die SPREFÜXXE blieben kaltschnäuzig. So erzielte Fabienne Kunde die drei Tore Führung zum 28:25, ehe Tina Wagenlader kurz vor Ende den 29:26 Schlusspunkt setzte.

Mit dem Sieg stehen die SPREEFÜXXE weiter verlustpunktfrei an der Spitze der 2. Bundesliga. Nach einer nun zweiwöchigen Pause, steht am 17.10.2020 das nächste Heimspiel gegen den TuS Lintfort an.

Statistik:

S. Hübner, S. Hansen – S. Kolosove (3 Tore), A. Ansorge, V. Tolic (5/1), F. Kunde (4), L. Molenaar (2), L. Höbbel, A. Gouveia (4), L. Svirakova (2), T. Wagenlader (4), B. Dekker (6/2), A. Mattheus

Foto: Alter Keeper