Das es am Ende so deutlich wird, hätte vor dem Spiel wohl niemand gedacht. Die TG Nürtingen, die ohne ihre beiden Top-Torschützinnen Laeticia Quist und Katarina Pandza antraten schaffte es nicht an die starken Leistungen aus den ersten beiden Spielen anzuknüpfen. Doch fangen wir von vorne an.

Die SPREEFÜXXE legten zu Beginn gleich los wie die Feuerwehr. Simona Kolosove erzielte die ersten drei Tore des Spiels zum 3:0 nach drei gespielten Minuten. Die Berlinerinnen agierten zu Beginn ohne gelernte Linksaußen. Fabienne Kunde löste von der Außenposition zum Kreis auf, so dass mit zwei Kreisläufern agiert wurde.

Nürtingen ließ sich zu Beginn aber nicht abschütteln, im Angriff wurde Vesna Tolic ein Stürmerfoul abgepfiffen, im Gegenzug erzielte Carmen Siller den Ausgleich für die Gäste. In den nächsten Minuten konnte sich keine Mannschaft so wirklich absetzen, Tina Wagenlader erzielte mit ihrem zweiten Treffer des Abends die erneute Führung zum 5:4. Die eingewechselte Leona Svirakova sorgte für die erste drei Tore Führung nach 14 Minuten, kurz danach war es wieder Tina Wagenlader, die vom Kreis auf 10:6 erhöhte.

Wer gedacht hatte, dass die Gäste nun einbrachen, der irrte sich. Lisa Wieder verkürzte zum 10:8, im Gegenzug scheitere Lynn Molenaar freistehend an Torhüterin Lena Schimd im Tor der Nürtinger.

In der 19 Minute nahm Trainerin Ausrele Fridrikas ihr erstes Time Out, doch Vesna Tolic erhöhte per sehenswertem Schlagwurf zum 12:8.  In der Folge dann der Bruch im Spiel der Gäste. Fabienne Kunde erhöhte zum 14:8 und der ersten sechs Tore Führung. Bis zur Halbzeit setzten sich die SPREEFÜXXE durch ihr konsequentes Tempospiel Tor für Tor ab. Anais Gouveia traf zum 18:10 in der 28 Minute. Den Schlusspunkt einer tollen ersten Halbzeit setzte Bo Dekker mit ihren beiden Treffern zum 21:10 Halbzeitstand.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wollten die SPREEFÜXXE an ihre starken ersten 30 Minuten anknüpfen und so erzielte Tina Wagenlader, mit einem ihrer sieben Treffer, das erste Tor des zweiten Durchgangs. Im Tor konnte Sarah Hübner einen Strafwurf entschärfen und im Angriff erhöhte Fabienne Kunde zum 27:12 nach 35 gespielten Minuten.

Danach ließen die SPREEFÜXXE es etwas schleifen, es folgten sieben Minuten ohne eigenen Treffer. Anais Gouveia scheiterte allein dreimal freistehend an Torhüterin Christine Hesel. Susann Müller nahm prompt die Auszeit, zu fehlerhaft war zu diesem Zeitpunkt das Spiel ihres Teams. Die Ansprache zeigte Wirkung, Lynn Molenaar traf nach sehenswertem Eins gegen Eins zum 28:16 in der 43. Spielminute.

Die Messe war zu diesem Zeitpunkt schon längst gelesen. Nürtingen war im Angriff zu harmlos, um die SPREEFÜXXE ernsthaft in Gefahr bringen zu können. Die gut stehende Abwehr brachte sie nahezu jeden Angriff ins Zeitspiel und ermöglichte leichte Ballgewinne.

Der Grund, dass das Ergebnis nicht deutlicher ausfiel, war die teils mangelhafte Chancenverwertung der SPREEFÜXXE, die mehrere Bälle freistehend vergaben. Doch das änderte nichts daran, dass die Mannschaft von Trainerin Susann Müller einen ungefährdeten und auch in der höher mehr als verdienten Heimsieg einfuhren. Den letzten Treffer des Abends erzielte Fabienne Kunde zum 36:20 Endstand.

Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel stehen die SPREEFÜXXE damit weiter an der Tabellenspitze. In der kommenden Woche geht es dann auswärts beim HC Rödertal weiter. Auch dort will die Mannschaft an die gezeigten Leistungen anknüpfen.

Statistik:

S. Hübner, S. Hansen – S. Kolosove (5 Tore), A. Ansorge, V. Tolic (3), F. Kunde (6), L. Molenaar (4), L. Höbbel (2/1), A. Gouveia (4), L. Svirakova (1), T. Wagenlader (7), B. Dekker (4), A. Mattheus

Zeitstrafen: B. Dekker (1) – B. Quattlender (1), A. Klotzbucher (1)

Fotos: Alter Keeper