Ein nur in den ersten Minuten ausgeglichenes Spiel entscheiden die souverän auftretenden Berlinerinnen 32:23 (17:11) für sich und ließen dem HC Leipzig nicht den Hauch einer Chance.

Genau ein Mal führten die Gastgeber am gestrigen Nachmittag, Jaqueline Hummel erzielte nach zwei Minuten das 1:0 für den HC Leipzig. Das dies die letzte gewesen sei, konnte niemand erahnen, denn der starke Aufsteiger schlug schon den einen oder anderen „Großen“ der Liga, in der eigenen Halle. So musste sich zuletzt der HC Rödertal oder der BSV Sachsen Zwickau hier geschlagen geben.

Doch die SPREEFÜXXE gingen hochmotiviert in die Begegnung. Fabienne Kunde sorgte in der dritten Minute für den Ausgleich und Anais Gouveia sorgte kurz danach für die erste Führung der Gäste. Bis zur zwölften Minute hielten die Leipziger mit und zogen stets nach. Nach einer 2-Minuten Strafe gegen Fabienne Kunde sorgte Christin Conrad für den letzten Ausgleich der Leipziger. Danach zogen die SPREEFÜXXE durch einen 3:0 lauf zum ersten Mal davon. Nach 16 Minuten erzielte Anais Gouveia das 9:6.

Nach 20 Minuten nahm der Leipziger Trainer Jacob Dietrich seine Auszeit, welche keine Wirkung zeigte und ihn zwang, bereits nach 24 Minuten die zweite folgen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt waren die SPREEFÜXXE auf 13:8 enteilt und blieben auch bis zur Halbzeit Herr der Lage. Anna Blödorn sorgte nach 28 Minuten für die erste 7 Tore Führung, Julia Weise erzielte mit dem Halbzeitpfiff den 17:11 Pausenstand.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit stellte Leipzig auf eine 5:1 Abwehrformation um, die die SPREEFÜXXE zunächst vor einige Probleme stellte und den Spielfluss der ersten Halbzeit beeinflusste. Beim Stand von 21:15 nahm Susann Müller bereits nach 37 Minuten ihre erste Auszeit in der zweiten Halbzeit, um ihre Mannschaft auf die veränderten Gegebenheiten einzustellen. Auch dieser Schachzug sollte gestern sitzen, in der 42. Minute erzielte Fabienne Kunde die erste 9-Tore Führung im Spiel.

Wer allerdings dachte, dass dies bereits die Vorentscheidung war, sollte sich irren, denn anstatt die SPREEFÜXXE die Tür des Spiels endgültig zu machten, stoß Leipzig sie durch einen 4:0 Lauf wieder auf und die SPREEFÜXXE bleiben 10 Minuten ohne eigenen Treffer. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der HC Leipzig wieder auf 25:20 herangekämpft, bei noch zehn zu spielenden Minuten kein unmögliches Unterfangen, doch die SPREEFÜXXE blieben kaltschnäuzig und ließen Leipzig nicht näher als fünf Tore herankommen. In dieser Phase war Chantal Pagel der starke Rückhalt im Tor, die insgesamt ein sehr gutes Spiel machte. Spätestens der Treffer von Bo Dekker, zum 28:22, sorgte in der 57. Minute für die Vorentscheidung. Das Spiel war entschieden, der Rest für die Galerie. Am Ende zeigte die Anzeigetafel 32:23.

Die SPREEFÜXXE setzen damit ihre Siegesserie fort und festigen den vierten Platz in der 2. Bundesliga. Kommenden Samstag treffen die Mädels von Trainerin Susann Müller auf die SG H2Ku Herrenberg und wollen in eigener Halle wieder zusammen jubeln.

Statistik:

C. Pagel, A. Krüger – S. Kolosove (4), A. Ansorge (2), V. Tolic (3), F. Kunde (4), L. Höbbel (2), A. Gouveia (7), A. Blödorn (2), L. Svirakova (2), M. Soares, B. Dekker (6), S. Mattisseck, E. Eckardt

 

Zeitstrafen: Tolic (2), Kunde (1), Gouveia (1), Blödorn (2) – Theilig (1)