//Spreefüxxe entführen Punkt aus Zwickau

Spreefüxxe entführen Punkt aus Zwickau

Foto: Andreas Kunde

 

Die Spreefüxxe Berlin können am 5. Spieltag ihren ersten Auswärtspunkt einfahren. Nach langem Rückstand erkämpft sich der Hauptstadtclub beim BSV Sachsen Zwickau ein 29:29. Erfolgreichste Werferin war Neuzugang Vanessa Magg mit 8 Treffern.

Der 0:1-Treffer von Bianca Trumpf sollte die erste und vorerst letzte Führung der Gäste sein. Zwickau machte von Beginn an viel Druck und war zunächst die entschlossenere Mannschaft. Vier Treffer von Linksaußen Jenny Choinowski brachten die Hausherrinnen 5:2 in Front. Von da an wurden die Spreefüxxe wach, fanden besser in die Partie und hielten die Partie offen. Vor allem die 20-jährige Vanessa Magg übernahm Verantwortung und riss ihre Mitspielerinnen mit. Doch auch Zwickau ließ nicht nach und konnte den Abstand über lange Zeit konstant halten. In die Pause ging es mit 16:14.

Auch in Hälfte zwei blieb das Bild zunächst unverändert. Die Spreefüxxe lieferten eine ordentliche Leistung, doch man kam einfach nicht näher als zwei Tore heran. Immer wieder schafften es die Zwickauerinnen sich durchzutanken. Zudem zeigte das Berliner Torhüter-Trio an diesem Tag keine Glanzleistung. Doch die Mannschaft um Trainer Christian Schücke gab nicht auf. Man spürte, dass hier vielleicht noch etwas ging. Gerade zum Ende hin zeigte Zwickau plötzlich Nerven. Hingegen behielten die Berlinerinnen den Kopf oben. Die Partie hätte zu diesem Zeitpunkt spannender nicht sein können. Knappe fünf Minute vor Ende erzielte Bianca Trumpf per Doppelpack den Ausgleich zum 26:26. Wenig später traf Laura Sposato zur Berliner Führung. Doch auch die Zwickauerinnen gaben nicht auf. Angepeitscht vom lautstarken Publikum glichen sie erneut aus. Ein Tempogegenstoß der Gastgeberinnen wurde von Sabrina Neuendorf vereitelt, allerdings entschieden die Unparteiischen auf Zeitstrafe und Strafwurf. Jenny Choinowski netzte diesen zur erneuten Zwickauer Führung ein, kurz darauf erhöhte Petra Nagy in Überzahl zum 29:27. Zwickau schien zurück auf der Erfolgsspur, bis die starke Vanessa Magg knapp eine Minute vor Spielende erneut verkürzen konnte. Es entwickelte sich ein echter Krimi. Zwickaus Trainer nahm die Auszeit. Noch 45 Sekunden blieben übrig. Die Spreefüxxe konnte den Angriff der Hausherrinnen abfangen und nun nahm Christian Schücke die Auszeit. Er brachte den siebten Feldspieler und den Berlinerinnen gelang es über die rechte Seite abzuräumen. Natalie Schwarz nahm sich den Wurf von Rechtsaußen und verwandelte. Noch waren 7 Sekunden auf der Uhr. Anna Eber konnte Silvia Sajbidor per Foul bremsen. Beim Sprinten ins Tor hatte sich allerdings Berlin Torhüterin Juliane Meyer verletzt. Zum direkten Freiwurf kam Natascha Faßold zurück ins Tor. Die Berliner Mauer baute sich auf und konnte den Wurf von Katarina Pavlovic am Tor vorbeilenken.

Eine dramatische Schlussphase, in der die lange zurückgelegenen Berlinerinnen noch einmal richtig Gas geben konnten und sich mit einem Punkt belohnen. Wermutstropfen bleibt die Verletzung von Juliane Meyer, die in den kommenden Tagen näher untersucht wird.

Für die Spreefüxxe steht am kommenden Wochenende endlich mal wieder ein Heimspiel auf dem Programm. Dabei erwartet man am Sonnabend den Tabellenfünften aus Rosengarten im Fuxxbau. Die Spreefüxxe freuen sich über zahlreiche Unterstützung.

 

Spreefüxxe Berlin:

Meyer, Faßold, Krüger; Neuendorf, Krakat (3), de Beer, Eber (6), Blödorn (1), Sposato (3), Schwarz (1), Trumpf (6/1), Mrozinski, Förster, Magg (8)

Zeitstrafen: Trumpf (2), Neuendorf

 

BSV Sachsen Zwickau:

Zenner, Klimiuk, Szott; Kallenberg (1), Kracht (2), Herr, Pavlovic (1), Bolze (7/2), Nagy (5), Sajbidor (2), Choinowski (11/7), Pester, Majer, Zuber

Zeitstrafen: Nagy, Zuber

2017-10-15T20:48:30+00:00 Oktober 15th, 2017|Spiel|0 Kommentare

Über den Autor:

Hinterlassen Sie einen Kommentar